Heimübungsprogramm beim Gassigang

Manchmal ist es gar nicht so einfach, alles was man zu erledigen hat in die Zeit zu packen, die ein Tag so bietet. Und wenn man dann auch noch Hausaufgaben für den Hund von der Physiotherapeutin bekommen hat kommt man noch eher an die Grenzen!

 

Nun, genau was das betrifft, kann ich Entwarnung geben. Viele Übungen lassen sich ganz einfach in den täglichen Gassigang einbauen. Hier sind einige Möglichkeiten, wie Sie unterwegs mit Ihrem Hund an seiner Fitness arbeiten können.

 

Alle hier gezeigten Übungen sind für gesunde Hunde bedenkenlos durchführbar. Sollte Ihr Hund jedoch schon an Einschränkungen leiden fragen Sie bitte Ihren Arzt oder die Physiotherapeutin vorher, welche für Ihren Hund geeignet sind!

 

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Hund viel Freude!

 

Übrigens: jetzt gibt es bei mir auch Ansichtskärtchen für unterwegs, ganz praktisch im Hosentaschenformat, auf denen jeweils eine Übung beschrieben und mit dem Link zum Video versehen ist.

Bordsteinkanten-Parcours

Eine Übung zur Kräftigung der hinteren Gliedmaßen und zur Verbesserung der Körperwahrnehmung. Durch die ungewohnten Bewegungsabläufe ist sie auch dazu geegnet, den Hund kopfmäßig auszulasten.


Europaletten-Parcours

Heute haben wir im Park eine Euro-Palette gefunden. Man kann auf ihr wunderbar die Koordination der Gliedmaßen fördern. Gleichgewicht und Körprwahrnehmung werden genauso gefordert!


Auf drei Beinen stehen

Gezielte Kräftigung von Gliedmaßen: Nehmen Sie vorsichtig ein Bein Ihres Hundes in die Hand. Die Pfote soll immer nur ganz wenig Gewicht in Ihre Hand geben. So muss der Hund sein Körpergewicht auf nur drei Beine verteilen!


Rückwärtsgang am Hang

Der Hund läuft gerade einen Hang hinauf und hinunter. Beim Hinauf-Laufen wird das hintere Beinpaar gekräftigt, beim Hinab-Laufen das vordere. Nun wir der Hund den Hang rückwärts hinab und hinauf geführt.

 

Diese Übung kräftigt nicht nur die hinteren Gliedmaßen, sondern schult auch die Körperwahrnehmung. Außerdem wird der Hund durch die ungewohnten Bewegungsabläufe auch geistig gut ausgelastet.


Den Bauch ansehen

Der Hund steht auf allen vier Beinen und hat das Gewicht möglichst gleich auf alle Beine verteilt. Er schaut zwischen den Vorderbeinen hindurch zu seinem Bauch.

 

Mit dieser Übung dehnt der Hund seinen Nacken und die Rückenmuskulatur. Sie spricht besonders das Nackenband, die Schultermuskulatur, den langen Rückenmuskel und den Kopf-Hals-Arm-Muskel an.

Die Endposition wird 1-3 Sekunden gehalten. Es sind bis 5 Wiederholungen in Ordnung.

 

Das Merkkärtchen dazu können Sie hier erwerben: laminiert am Ring im handlichen Hosentaschenformat immer dabei!


"Nach dem Rechten sehen" im Stand

Bei dieser Übung wird die Wirbelsäule mobilisiert und die Flanke gedehnt.

 

Das Merkkärtchen dazu können Sie hier erwerben: laminiert am Ring im handlichen Hosentaschenformat immer dabei!


Den Himmel beschnuppern

Eine Übung u. a. zur Mobilisierung der Halswirbelsäule und zur Dehnung der Brustmuskulatur.

 

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Aus dem Fenster sehen

Diese Übung dehnt die Wirbelsäule, kräftigt die hinteren Extremitäten und mobilisiert die Schultern.

 

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Die Säulen umrunden

Führen Sie Ihren Hund in Achten zwischen Ihren Beinen hindurch Diese Übung schult die Beweglichkeit der Wirbelsäule Ihres Hundes. Sie wird umso intensiver, je enger Sie Ihre Füße stellen.

 

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Cavaletti-Training mit einfachen Mitteln

Cavaletti-Training ist eine effektive Methode, die Aufmerksamkeit des Hundes auf seine Gliedmaßen zu richten. Der Hund LÄUFT über die Hindernisse ohne zu springen. Dabei werden Trittsicherheit, Balance und die Belastungsfähigkeit gefördert.


Diener und Kriechen

Warum nicht einmal eine Parkbank als Trainingsgerät nutzen? Alternativ kann Ihr Hund auch unter Ihrem Knie hindurchkriechen, wenn Sie am Boden sitzen. Oder Fahrradbügel nutzen. Oder, oder oder...

Ihr Hund beugt den Oberkörper zum Boden und legt seine Unterarme am Boden ab. Das Gesäß bleibt vorerst noch oben. Die hinteren Gliedmaßen bleiben in der Streckung. Dann legt sich der Hund ab und kriecht mit dem Bauch am Boden vorwärts.

 

Diese Übung mobilisiert die Wirbelsäule, dehnt die Rückenmuskulatur und kräftigt die hinteren Gliedmaßen. 3-5 Durchgänge können durchgeführt werden, solange der Hund konzentriert mitarbeitet.

 

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Nach dem Schatz tauchen

Der Hund steht auf einer Erhöhung. Er beugt sich zu einem Gegenstand auf dem Fußboden herab. Oder sucht etwas in einem schon gebuddelten Loch.

Die Übung dehnt die Nackenmuskulatur Ihres Hundes. Sie beansprucht insbesondere die Schultermuskulatur, das Nackenband, den Kopf-Hals-Armmuskel und den langen Rückenmuskel.

 

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Kleiner Workout

Schneller Wechsel zwischen den einzelnen Stellungen Sitz-Platz-Sitz-Steh. Kräftigt die Hinterhand-, Vorderhand– und die Schulter-, Rücken- und Brustmuskulatur.

 

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Das Erdmännchen

Der Hund sitzt auf dem Gesäß und die Wirbelsäule ist nach oben aufgerichtet. Die Arme sind locker.

Mit dieser Übung stabilisiert der Hund seinen Rücken und kräftigt Oberschenkel- und Pomuskulatur. Sie spricht besonders den langen Rückenmuskel und die Kruppenmuskulatur an.

Die Übung sollte nur solange durchgeführt werden, wie der Hund die Spannung im Rücken halten kann. Sinkt er zusammen, beenden Sie die Übung bitte.

 

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"Nach dem Rechten sehen" in Seitlage

Ihr Hund liegt auf der Seite und soll den Kopf soweit wie möglich seitlich Richtung Schwanz neigen.

 

Diese Übung kräftigt die Bauchmuskulatur und dehnt die Muskulatur des gesamten Rumpfes. Sie dient der Mobilisierung der Wirbelsäule. Besonders angesprochen werden der lange und der breite Rückenmuskel, der Brustmuskel und die Bauchmuskeln.

 

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Zur Seite treten

Der Hund soll seitwärts gehen. Dazu kann er z.B. mit den Vorderpfoten auf einer Erhöhung stehen und mit den Hinterbeinen Schritte zur Seite machen.

 

Diese Übung kräftigt die hinteren Gliedmaßen, insbesondere Adduktoren und Abduktoren.

 

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Das Hanghuhn

Durch das Laufen am Hang wir das oben befindlichen Beinpaar gekräftigt und das untere leicht in Hüfte bzw. Schulterbereich gedehnt. Je steiler man den Hund führt, desto intensiver sind die Effekt, aber desto anstrengender ist die Übung auch.


In den Himmel strecken

Der Hund steht auf seinen Hinterpfoten und streckt sich weit mit den Pfoten nach oben.

Diese Übung schult den Gleichgewichtssinn des Hundes und kräftigt die Hinterhandmuskulatur. Sie spricht insbesondere das Nackenband, den langen Rückenmuskel sowie die Beuger und Strecker der Hinterhand an

Eine Steigerung ist, den Hund „Kniebeuge“ aus dieser Position heraus machen zu lassen oder auf einem Kissen zu üben.

 

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Stehen unter erschwerten Bedingungen

Ihr Hund steht mit den Vorder- oder Hinterpfoten auf einer Erhöhung oder einem Kissen. Insbesondere beim Stehen auf einem Kissen werden die tiefen Muskeln zur Gleichgewichtskontrolle geschult. Je nachdem ob er hinten oder vorn auf einer Erhöhung steht, wird die Aufmerksamkeit des Hundes auf die entsprechenden Gliedmaßen gerichtet, was ein bewussteres und kontrollierteres Nutzen ermöglicht. Das unten stehende Beinpaar wird verstärkt belastet und damit gekräftigt.

 

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Guten Tag

Pfötchen geben im Stehen. Mit dieser Übung wird die Vorderhand- und die Rückenmuskulatur gekräftigt. Außerdem schult sie die Körperwahrnehmung und das Gleichgewichtsgefühl.

Als Dehnübung verwendet soll der Hund die Pfote weit nach vorne strecken und Sie dabei ansehen, ohne den Kopf zu neigen.

 

Das Merkkärtchen dazu können Sie hier erwerben: laminiert am Ring im handlichen Hosentaschenformat immer dabei!


Laubhaufen

Laubhaufen sind eine tolle Möglichkeit für Kräftigung, Schulung des Gleichgewichts und die Förderung der Wahrnehmung der Extremitäten.