Hund und Stress

Welches Gefühl überkam Sie gerade, als Sie das Wort "Stress" gelesen haben?

So ein Grummeln in der Magengegend, so ein Huschen in den Augenwinkeln? So ein unwirsches Sich - innerlich - Aufrichten? Was war das gerade, als Sie das Wort Stress hier fanden?

 

 

Stress ist in der heutigen Zeit in aller Munde. Wir alle sind angespannt, weil viel (zu viel) von uns erwartet wird. Oder weil wir glauben, dass wir bestimmten Erwartungen gerecht werden müssen. Weil der Tag nur 24 Stunden hat, die Läden meist spätestens 21.00 Uhr schließen, wir ein Arbeitspensum für 26 Stunden haben… Der Chef, der Partner, die Kinder, der Hund - allen wollen - müssen wir es recht machen.

Stress.

Stress Hundephysiotherapie hilft
Stress ist heute fast allgegenwärtig

Stress ist eigentlich eine sehr wichtige Reaktion des Körpers auf Gefahrensituationen.

In Blitzesschnelle ist der Organismus in der Lage, aus dem Modus des allgemein - vor - sich - hin - Lebens in einen Kampf- oder Fluchtmodus zu wechseln. Wäre ja auch nicht wirklich effektiv, wenn wir im Angesichts des Todfeindes erst mal darüber meditieren wollten, was wir mit der Situation nun am besten anfangen.

 

Und deshalb wird alle entbehrliche Lebensenergie in die Muskulatur des Bewegungsapparates gepumpt. Da bleibt kaum Blut für die Verdauung übrig, kaum etwas für logische Denkprozesse.

Das ist übrigens auch ein Grund dafür, dass in Stresssituationen die Ausscheidung etwas verrücktspielt: Das Wasser wird aus dem Speisebrei vom Darm in den entsprechenden Situationen einfach nicht ausreichend in den Blutkreislauf zurück befördert. Aber das nur am Rande.

 

Zurück dazu, was im Körper auf muskulärer Basis passiert. Alle Muskelgruppen, die für Flucht oder Angriff gebraucht werden, werden in höchste Bereitschaftsstufe versetzt. Das sind nicht nur die der Arme und Beine. Auch die Rumpfmuskulatur und die Brustmuskeln werden in Vorspannung gebracht, um sofort loslegen zu können.

Wagen Sie mit mir ein Experiment?

Stellen Sie sich doch bitte an eine Tür. Der Rumpf steht stabil und reglos in der Öffnung und einen Arm heben Sie rechtwinklig ab mit dem Unterarm gegen den Rahmen. Mit der anderen Hand fühlen Sie, was in Ihrer Achsel passiert, wenn wir fortfahren. Nun versuchen Sie bitte, Ihren Unterarm in den Rahmen zu drücken, ohne dass sich der Rumpf dabei bewegt.

Spüren Sie es? Es sind nicht nur die Muskeln im Arm, die jetzt in Spannung geraten. Und wenn Sie noch eine Weile aushalten, spüren Sie vielleicht, wie sich der Brustraum verengt, wie Sie das Gefühl bekommen, keine rechte Luft mehr zu bekommen. Wenn Sie diese Erfahrung noch intensivieren möchten, lehnen sie beide Arme gegen den Türrahmen und stemmen mit aller Macht dagegen. Spüren Sie Ihren Rücken, Ihren Bauch, die Beine? Wird die Luft knapp? Beenden Sie die Übung!

 

Fängt jetzt, wo Sie wieder sitzen, der Schweiß an zu laufen und das Herz verstärkt zu pochen? Die Atmung tiefer zu gehen?

Ihr ganzer Körper hat zu tun.

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Entspannt durch dick und dünn

Während der Anspannung werden alle wichtigen Bewegungsmuskeln unter Spannung gesetzt. Und dass Sie jetzt so ein bisschen außer Atem sind liegt daran, dass der Körper nach der Anspannung wieder aufräumen muss. Über die verstärkte Atmung und den erhöhten Herzschlag werden die bei der Anspannung angefallen Stoffwechsel - Abfallprodukte wieder aus dem Körper heraus transportiert.

 

Geht es Ihnen jetzt wieder gut? Fein!

 

Diese Prozesse laufen aber nicht nur bei rein körperlicher Betätigung ab. Da ja Stress ursprünglich eine Reaktion auf eine Gefahrensituation ist und der Körper sich blitzschnell auf Angriff oder Flucht einstellen muss, werden auch jetzt alle entsprechenden Muskelgruppen in Aktionsbereitschaft - sprich Vorspannung versetzt.

Ein weiteres kleines Experiment

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Wenn der Stress zur Norm wird

Beobachten Sie bitte beim folgenden Experiment Ihre Schulter, insbesondere den Bereich am Übergang zum Hals.

Denken Sie nun an eine Situation, die Ihnen in höchstem Maße unangenehm war. Vielleicht eine Demütigung auf Arbeit, oder eine verlorene Geldbörse mit wichtigen Dokumenten. Sicher fällt Ihnen ein solches Erlebnis ein. Tauchen Sie ganz ein in diesen Moment. Was war passiert? Wie haben Sie sich gefühlt? - Was passiert gerade mit Ihren Schultern? Spannt sich die Muskulatur auf ähnliche Weise an wie eben bei dem Experiment an der Tür?

Wenn der Stress zur Norm wird

Was passiert, wenn der Körper, warum auch immer, ständig unter Strom steht? Ist die Muskulatur immerzu angespannt, verfällt sie, um Energie zu sparen, in eine Art Starre und kann nicht mehr flexibel reagieren. Sie kennen das vielleicht, wenn Sie an Ihren Nacken denken, der ständig hart und verspannt ist?

 

Aber auch die Reinigung der Gewebe kann unter der Anspannung nicht optimal erfolgen. Kein Wunder, wenn man sich irgendwann gar nicht mehr wohl fühlt in seiner Haut!

 

Was bei Stress außerdem passiert

Außer der verminderten Entgiftung kommen für den Organismus noch ganz andere belastende Dinge bei andauerndem Stress ins Spiel. Da die Muskulatur immer unter erhöhter Spannung steht, vergrößert sich auch der Druck auf innere Organe und die Gelenke. Letztere können bei ständiger Überbelastung an Arthrose erkranken. Und dann kommt zur Überbelastung auch noch der Schmerz hinzu.

Warum ich Ihnen das hier erzähle?

Gehen Sie doch mal gedanklich auf alle Viere, tauchen ein in eine Welt, die so gänzlich anders ist als das, was Sie für normal halten und wo Sie nahezu kein Wort verstehen. Vielleicht in eine Gegend, wo man den Kopf schüttelt, um "Ja" zu sagen und nickt, um etwas zu verneinen. Und wo die Leute ungefähr doppelt so groß sind wie Sie. Und alle wollen etwas von Ihnen, was Sie ja gerne machen würden, von dem Sie aber nicht wissen, was es ist.

 

Ahnen Sie, was ich meine?

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Max hat Hitzestress

Ihr Hund ist genau in so einer Situation. Manche unserer Fellnasen gehen mit diesen kulturellen Unterschieden völlig entspannt um, andere stehen ständig unter Stress.

 

Nun können Sie mit einem sehr guten Trainer daran arbeiten, Ihrem Hund etwas von seiner Anspannung zu nehmen indem Sie ihm unsere Welt geduldig erklären. Mit gezielten Übungen gelingt es Ihrem Hund nach und nach, mit den Reizen seiner Umwelt gelassener umzugehen.

Eine weitere Möglichkeit ist die Hilfe der Hundephysiotherapie

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Entspannungstherapie für Hunde

Mit Massagen und Entspannungstechniken hilft die Hundephysiotherapie  dabei, dass Ihr Hund seine wohlverdiente Entspannung erhält.

Auch nach dem Sport wird mit Physiotherapie ein normales Erregungsniveau erreicht. Die Muskulatur wird gelockert, Gelenke werden beweglicher gemacht, die Durchblutung gefördert. Dies sichert die Lebensqualität Ihres Hundes, beugt Krankheiten vor und garantiert Ihnen beiden ein angenehmes Lebensgefühl bis ins hohe Alter!

Sie wünschen eine Beratung? Kontaktieren Sie mich gern!

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