Zu Weihnachten ein Tier!

13.12.2018

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(K)ein Tier zu Weihnachten! Bildquelle: Pixabay

Ich erinnere mich noch daran, als ob es gestern gewesen wäre: in dieser Zoohandlung hatten sie ein ganzes Schaufenster in ein Terrarium umgewandelt. Mit viel Grün, einem großen Ast quer durch und-

 

einem etwa 1,50 m langen Grünen Leguan.

 

Ich war fasziniert von der Ausstrahlung dieser Echse. Langsam, aber mit wuchtiger Kraft und unerschütterlicher Gelassenheit war jede Bewegung diesen Tiers. Ich habe eine gefühlte Ewigkeit dagestanden und das Tier beobachtet. So etwas wollte ich haben!

Dass es diese Art nicht sein würde, war schnell klar. Wir hatten kein Zimmer übrig, um so einem großen Tier eine Heimat geben zu können. Aber könnte es vielleicht etwas Kleineres sein, bitte?

 

Ich habe mir das Buch „Mein erstes Terrarium“ gekauft. Da gab es viele Bilder von ähnlich faszinierenden Geschöpfen. Wenn ich mich in eines verguckt hatte, hab ich mir durchgelesen, was es braucht, um glücklich zu sein.

 

z.B:

  • Ein beheizbares Terrarium mit Thermostat. Sehr kostenaufwändig in der Anschaffung.
  • Winterschlaf im kühlen ungestörten Keller.
  • Einstreu aus Erde und Sägespänen, die wöchentlich gewechselt werden müssen.
  • Lebende Insekten als Futter.

Usw. usf, bei dem einen einige dieser Anforderungen, bei den anderen noch mehr.

 

Ich habe, so schwer es mir fiel, einsehen müssen, dass soviel Aufwand gerade nicht in meinen Lebensentwurf passte.

 

Jahre später hab ich mir einen Hund zugelegt. Sicher hab ich mir Gedanken gemacht, ob ich Zeit und Geld investieren möchte, um dem Tier gerecht zu werden. Ich habe mir angeschaut, wie man einen Hund „auslastet“. Denn es hieß ja: „Max braucht viel körperliche und geistige Beschäftigung“. Aber darüber hinaus glaubte ich, man nimmt den Hund an die Leine und lässt ihn neben sich herlaufen. Fataler Fehler. Siehe meine Geschichte: Wie ich an Max gewachsen bin.

 

Sie tragen sich mit dem Gedanken, einem lieben Menschen, der schon lange von einem eigenen Tier spricht, diesen Wunsch zu Weihnachten zu erfüllen? Wissen Sie, wie intensiv sich diese Person tatsächlich damit auseinander gesetzt hat, wie viel Hingabe und Verantwortung der neuer Mitbewohner erfordern würde?

 

In dieser beseelten Zeit der Vorfreude auf Weihnachten ist das Wünsche- Erfüllen noch mehr Herzensangelegenheit als sonst.

Doch oft genug endet das leider so!

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Entsorgter Hund: Lassen Sie es bitte nicht soweit kommen. Bildquelle: Pixabay

Schenken Sie ihm oder ihr doch besser ein tolles Buch über den potentiellen Wegbegleiter, Freund und Gefährten. So kann er /sie selber entscheiden, ob (schon) Platz ist für ein Tier im Leben und im Wohnumfeld. Dann können Sie sie oder ihn immer noch bei der Anschaffung unterstützen! Einige Hundeschulen bieten nebenbei bemerkt auch an, bei der Auswahl eines Hundes behilflich zu sein und Tipps für einen erfolgreichen Start mit Hund zu geben.

 

Und wenn es (jetzt) doch nicht passt- nun, dann kann er /sie sich an den schönen Bildern und evtl. Geschichten in Ihrem Buch erfreuen und träumen...

Meine Empfehlung also: zu Weihnachten KEIN Tier!

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Tierheimtiere, die ein Zuhause suchen; Bildquelle: Pixabay

Ach und übrigens: viele tolle Tiere, die ein schönes Zuhause verdient haben, gibt es auch im Tierheim!

 

Ich wünsche Ihnen eine schöne, entspannte Vorweihnachtszeit! Ihre Heike Amthor.